Ein Abend, ein Vision Board und ein bisschen Feuerwerk im Herzen
Von alten Flow-Zeitschriften, frisch gerollten Sommerrollen und einem alkoholfreien Aperol Spritz zur Feier eines neuen Kapitels.
Ein Abend, ein Vision Board und ein bisschen Feuerwerk im Herzen
Manche Abende beginnen ganz unscheinbar – ein paar Freundinnen, ein Stapel alter Zeitschriften, eine Schneidematte auf dem Wohnzimmertisch – und enden damit, dass man am nächsten Morgen noch immer lächelnd an sie zurückdenkt. Genau so einer war es diese Woche.
Der Anfang: Sommerrollen und Vorfreude
Bevor überhaupt eine Schere zum Einsatz kam, haben wir uns erst einmal in der Küche versammelt. Zu viert haben wir frische Sommerrollen zusammengestellt – Reispapier eingeweicht, Gemüse in feine Streifen geschnitten, Kräuter gezupft, und dabei ganz nebenbei die Woche Revue passieren lassen. Es ist schön, wie viel Verbindung in so einem gemeinsamen, langsamen Zubereiten steckt. Keine Hektik, kein Rezept, das strikt befolgt werden muss – einfach vier Paar Hände, die gemeinsam etwas Gutes entstehen lassen.
Und weil an diesem Tag noch ein ganz besonderer Grund zum Anstoßen dazukam – ich hatte gerade meinen Vertrag für eine neue berufliche Station unterschrieben – gab es dazu einen Aperol Spritz mit einer kleinen Besonderheit: der Sekt alkoholfrei, der Aperol nicht. Ein kleiner, bewusster Mittelweg zwischen Feiern und Leichtigkeit, der genau in diesen Abend gepasst hat.
Der Hauptteil: Vision Boards aus Papier und Möglichkeiten
Dann kam der Teil des Abends, auf den ich mich schon die ganze Woche gefreut hatte. Ich hatte über die Zeit einen ganzen Stapel alter Flow-Zeitschriften gesammelt – diese wunderbaren Hefte voller Illustrationen, ruhiger Fotografien und Worte, die zum Nachdenken einladen. Genau das richtige Material für einen Abend voller Visionen.
Jede von uns hat sich ihre eigene Ecke am Tisch gesucht, einen Stapel Zeitschriften herangezogen und angefangen zu blättern, auszuschneiden, zu sortieren. Es ist faszinierend, wie unterschiedlich vier Menschen an dieselbe Aufgabe herangehen – die eine ganz strukturiert nach Lebensbereichen, die andere rein intuitiv, einfach das ausschneidend, was im Moment einen Impuls auslöst. Zwischendurch immer wieder ein “Schau mal, das passt so gut zu dir” oder ein stilles Nicken, wenn jemand ein Bild gefunden hat, das offensichtlich genau ins eigene Board gehört.
Was ich an diesen Abenden besonders liebe: Es entsteht ein Raum, in dem man ehrlich mit sich selbst sein darf. Kein Zwang zur Perfektion, kein Ergebnis, das irgendwie “richtig” aussehen muss. Nur Bilder, Worte und Fragmente, die zusammen ein Gefühl davon ergeben, wohin man sich hinbewegen möchte – beruflich, persönlich, kreativ.
Für mich persönlich hatte dieser Abend eine besondere Bedeutung. Mit dem frisch unterschriebenen Vertrag in der einen Hand und der Schere in der anderen, habe ich mein eigenes Board bewusst als eine Art Brücke gestaltet – zwischen dem, was jetzt beruflich beginnt, und dem, was ich mir mit Slow & Wild und all den anderen Projekten weiterhin aufbauen möchte. Zwei Wege, die sich nicht ausschließen, sondern sich gegenseitig tragen können.
Was bleibt
Am Ende des Abends lagen vier fertige, sehr unterschiedliche Vision Boards auf dem Boden verteilt, umgeben von Papierschnipseln, leeren Tellern und den Resten des Spritzers. Kein perfekt aufgeräumtes Bild – aber ein sehr ehrliches.
Es sind genau diese Abende, die mich daran erinnern, warum ich Slow & Wild überhaupt begonnen habe. Nicht um ständig zu optimieren oder zu produzieren, sondern um bewusst Räume zu schaffen – für Freundschaft, für Kreativität, für Reflexion. Ein Abend mit Sommerrollen, alten Zeitschriften und einem halb-alkoholfreien Spritz kann manchmal mehr bewegen als jede durchgeplante To-do-Liste.
Falls ihr selbst Lust auf einen ähnlichen Abend bekommen habt: Ihr braucht wirklich nicht viel. Ein paar alte Zeitschriften (Flohmärkte und Second-Hand-Bücherläden sind wahre Fundgruben dafür), Schere und Klebstoff, etwas zum Snacken – und Menschen, mit denen ihr euch traut, ehrlich über eure Wünsche und Visionen nachzudenken.
Habt ihr schon einmal ein Vision Board erstellt? Ich bin gespannt, welche Erfahrungen ihr damit gemacht habt – schreibt es mir gerne auf Instagram @slowandwild.studio.
Kostenloser Download
Das Sommerbuch
Fermentieren, leichte Küche, Yoga & Kreativität — mein erstes digitales Magazin. Kostenlos für dich.